Lenkrad Momo 28cm & Abarth 595 Sitze

  • Die Sitze stammen aus einem Fiat 500 (595) Hatchback 1.4 T-Jet 16V (312.B.3000)

    Das Lenkrad von Momo Team D28 KBA 70239 und Narbe Momo K4035.

    Sitze sind Eintragungsfrei ( Airbag muss ausgebaut sein ) da die Haltepunkte vom Seicento nicht geändert werden müssen, sowie keine Änderung an der Laufschiene. Das Lenkrad muss über eine Einzelabnahme §21 abgenommen werden. Alles umsetzbar mit dem Richtigen Prüfer 😉.

    Viel Spaß 👋

  • Zur Umsetzung beim TÜV verwendet diesen Text, geht nur bei SPI Modelle bis ca 2000 die das autarke Airbagsytem haben von TRW


    Antrag auf Austragung des Fahrerairbags und Eintragung

    eines Sonderlenkrads (Momo D28 / KBA 70239)

    Fahrzeug: Fiat Seicento (Typ 187)

    Baujahr / Erstzulassung: 1998

    Motortyp: 1,1L SPI (Single Point Injection)

    EG-

    Typgenehmigungsnummer:

    e3*98/14*0036*

    1. Homologation und Schutzniveau (EG-Typgenehmigung)

    Das gegenwärtige Fahrzeug wurde unter der EG-Typgenehmigungsnummer e3*98/14*0036*

    zugelassen. Unter genau dieser Genehmigung wurden die Modelle des Fiat Seicento im Jahr 1998 (SPI-

    Modelle) vom Hersteller wahlweise mit oder vollständig ohne Fahrerairbag (z. B. Ausstattungsvariante

    „S“ oder „Van“) für den europäischen Markt homologiert.

    Rechtliche Konsequenz: Die Rohbaukarosserie, die Knautschzonen und das Insassenschutzsystem

    dieses Fahrzeugtyps sind strukturell für den Betrieb ohne Airbag ausgelegt und geprüft. Durch den

    Rückbau wird das Fahrzeug lediglich auf den technischen Serienstand der damaligen Basismodelle

    angeglichen. Das gesetzliche Mindestschutzniveau bleibt vollumfänglich erhalten.

    Baujahr-Regelung: Aufgrund der Erstzulassung im Jahr 1998 greifen noch nicht die restriktiven EU-

    Richtlinien für Neuwagen ab 2001, welche eine Deaktivierung von Rückhaltesystemen pauschal

    untersagen. Es gilt der verkehrsrechtliche Bestandsschutz.

    2. Technische Besonderheit des SPI-Modells (Abgrenzung zum MPI)

    Es handelt sich hierbei um die frühe SPI-Variante (Single Point Injection) von 1998. Es wird ausdrücklich

    darauf hingewiesen, dass dieses System technisch nicht mit den späteren MPI-Modellen (ab ca. Ende

    2000) vergleichbar ist:

    Zentrales Stand-Alone-System mit 3-Pol-Diagnose: Das Airbag-System bei diesem 1998er Modell

    arbeitet mit einem separaten TRW-Steuergerät im Mitteltunnel und einem fahrzeugspezifischen,

    dreipoligen Diagnosestecker. Es besitzt keine moderne OBD2-Schnittstelle und ist physisch sowie

    elektronisch vollständig vom Motorsteuergerät (ECU) getrennt. Eine Integration in ein zentrales CAN-

    Bus-Netzwerk existiert bei diesem Modell für den Airbag noch nicht.

    Elektronische Unbedenklichkeit: Der vollständige Rückbau des Lenkrad-Airbags sowie das

    Abklemmen und Entfernen des separaten TRW-Steuergeräts haben somit keinerlei Auswirkungen auf

    Seite 1 von 2 das Motormanagement, die Abgaswerte, das ABS oder andere sicherheitsrelevante Komponenten

    des Fahrzeugs. Das Fahrzeug verhält sich nach der Deaktivierung elektronisch exakt wie ein ab Werk

    airbagloses Basismodell.

    3. Geplante technische Umsetzung

    Der Umbau erfolgt nach strengen handwerklichen und rechtlichen Vorgaben:

    Nabe und Lenkrad: Es wird eine passende Momo-Nabe (Typ C4035) in Kombination mit dem Momo

    Sportlenkrad Typ Team 28 (Durchmesser 280 mm, KBA 70239) verbaut.

    Behandlung der Kontrollleuchte: Das zentrale TRW-System wird vollständig deaktiviert und

    stromlos geschaltet. Die Kontrollleuchte in der Instrumententafel wird analog zum serienmäßigen

    Zustand der airbaglosen Basisvariante entfernt.

    Prüfung der mechanischen Voraussetzungen (Tachosicht): Die Freigängigkeit des Sichtfeldes auf

    die relevanten Geschwindigkeitsbereiche (50 bis 120 km/h) wird bei der Vorführung im Fahrzeug

    geprüft. Falls erforderlich, wird ein Exzenterring zur Höhenverstellung des Lenkradkranzes verwendet.

    Lenkkräfte: Die Rad-Reifen-Kombination entspricht dem Serienstand, sodass die Lenkkräfte trotz

    des geringeren Lenkraddurchmessers im gesetzlich zulässigen Rahmen bleiben.

    Fazit: Aufgrund der Typgenehmigung, die das Fahren ohne Airbag explizit einschließt, und der

    autarken Natur des SPI-Steuergeräts, wird um eine Einzelabnahme zur Austragung des Airbags gebeten.

    Mit freundlichen Grüßen.......

  • Das Thema Nabe??? ist auch beim TÜV etwas unklar gewesen.

    Kopiert diesen Text zur Ergänzung der Nabenfunktion und Ausführung


    ERGÄNZENDER DATENNACHWEIS ZUR LENKRADNABE

    Zur Vorlage bei der GTÜ (Sonderlenkrad-Abnahme nach § 19(3) StVZO)

    Prüfgegenstand: Verifikation der Nabenkennzeichnung Momo K4035 / C4035

    Zugeordnetes Lenkrad: Momo D28 (Durchmesser 280 mm, KBA 70239)

    Ziel-Fahrzeug: Fiat Seicento 1.1 SPI 8V (Typ 187, Bj. 1998)

    Typgenehmigungsnr.: e3*98/14*0036*

    1. Sachverhalt zur Nabenbezeichnung

    Im Rahmen der Änderungsabnahme kann es in älteren oder herstellerspezifischen Gutachten der Firma Momo zu

    unterschiedlichen Buchstaben-Präfixen vor der eigentlichen Typnummer der Lenkradnabe kommen (insbesondere

    K4035 und C4035). Diese Dokumentation dient als Erläuterung der technischen Identität für den GTÜ-

    Prüfingenieur.

    2. Technische Identität des Nabenkörpers 4035

    Der eigentliche, gegossene und geschlitzte Metallkörper inklusive der spezifischen Verzahnung und des Konus für

    die Lenksäule der Fiat-Baureihe 187 (sowie der Blinkerrückstellung) wird bei Momo unter der Kern-Teilenummer

    4035 geführt. Die Präfixe beschreiben lediglich herstellerspezifische Vertriebskonfigurationen und Zubehörsätze:

    Präfix "K" (K4035): Kennzeichnet die Ausführung als verformbare Sicherheits-Deformationsnabe (kollabierbar).

    Diese Struktur sorgt bei einem Sekundärautoprall des Fahrers für einen gezielten Energieabbau durch

    Verformung.

    Präfix "C" (C4035): Bezieht sich auf den identischen Nabenkörper 4035, bezeichnet jedoch herstellerintern oft

    Ausführungen mit einer abweichenden Prallschutz-Gummiabdeckung (z.B. für Momo Cavallino- oder Concept-

    Serien) oder länderspezifische Exportausführungen (z.B. US-Markt).

    Einschätzung für die Begutachtung:

    Der verbaute Grundkörper entspricht geometrisch und festigkeitstechnisch zu 100 % der im Prüfbericht

    genannten Ausführung für dieses Fahrzeug. Der im Guss oder in der Metallhülse eingeprägte Typcode 4035 ist

    das maßgebliche Zuordnungskriterium zur Verifizierung der Verbaubarkeit auf der Lenksäule des Fiat Seicento

    (Baureihe 187).

    3. Konformität zum Insassenschutz

    Da die verbaute Nabe 4035 als Deformationsnabe ausgeführt ist, stellt sie im Zusammenspiel mit dem geänderten

    Sonderlenkrad Momo D28 sicher, dass die Anforderungen an die Energieaufnahmefähigkeit der Lenkanlage

    gemäß der für dieses Fahrzeug gültigen EU-Richtlinie 74/60/EWG (Insassenschutz) im vollen Umfang eingehalten

    werden. Eine Gefährdungserhöhung oder Verschlechterung des Schutzniveaus im Vergleich zu den werksseitig

    ohne Airbag ausgelieferten Varianten dieser Typgenehmigung liegt somit nicht vor.

    Technische Ergänzung zur Hauptstellungnahme für die TÜV-Prüfstellen. Erstellt auf Basis der herstellerspezifischen Systematik der

    Verwendungsbereichslisten der Momo S.r.l.